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Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 25. Oktober 2005 um 00:00 Uhr

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, möglicherweise erhalten Sie im Rahmen Ihrer orthopädischen oderonkologischen Therapie eines der unten genannten Bisphosphonatpräparate:

 

Etidronat (Diphos®, Didronel®
Clodronat (Ostac®, Bonefos®, Clodron beta® Clodron Hexal®, Clodron 1A®)
Tiludronat (Skelid®)
Pamidronat (Pamidronat®, Pamidronat Hexal®, Aredia®)
Alendronat (Fosamax®)
Risedronat (Actonel®, Actonel+Calcium®)
Ibandronat (Bondronat®)
Zoledronat (Zometa®)


Diese Medikamente stellen etablierte Verfahren in Ihrer Therapie dar.

Seit Ende letzten Jahres gibt es Hinweise, dass möglicherweise Nebenwirkungen im Mund auftreten können. Es handelt sich dabei häufig um Wundheilungsstörungen nach Entfernungen von Zähnen oder nicht heilende Wunden des Zahnfleischs auf den Kieferknochen. Hierbei sollen Bisphosphonate, die in die Vene gegeben werden häufiger betroffen sein, als Bisphosphonate in Tablettenform.

 

Sollten Sie eine Bisphosphonattherapie erhalten und oben genannte Beschwerden im Mundraum haben, empfehlen wir Ihnen einen Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen oder Oralchirurgen aufzusuchen. Ferner ist eine Vorstellung in unserer Spezialsprechstunde für Patienten mit Bisphosphonattherapie jederzeit möglich.

 

Sollten Sie die Medikamente erhalten und keine Beschwerden im Mundraum haben, empfehlen wir Ihnen, Ihre Zahngesundheit und Mundpflege (Zahnpflege) mit Ihrem Hauszahnarzt zu optimieren, um bestmöglich zu verhindern, dass sich diese Probleme einstellen könnten. Sollten bei Ihnen Zähne gezogen werden müssen, sollte dieses möglicherweise unter Antibiotikaschutz erfolgen. Sprechen Sie diesbezüglich bitte mit Ihrem Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen oder Oralchirurgen.

 

Ein Einnahmestop der Bisphosphonate sollte nur im Einverständnis mit Ihrem Therapeuten erfolgen. Bis jetzt gibt es in der medizinischen und wissenschaftlichen Literatur noch keine Hinweise, dass die Beendigung der Bisphosphonattherapie die oben genannten Probleme im Mund beendet. Es scheint sich dabei eher um eine Langzeitfolge zu handeln.

 

Bisphosphonate sind und bleiben sicherlich wichtige und gute Medikamente. Wir wollen hiermit nur auf diese möglichen Nebenwirkungen hinweisen und Ihnen Hilfestellungen aufzeigen. Ergänzend finden Sie auf dieser Web-Seite auch einen Info-Flyer.

 

Das Team für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Recklinghausen

 

Anschrift:
Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
- Plastische Operationen -
im Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen

Chefarzt: Prof. Dr. Dr. Harald Eufinger
Akademisches Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität Bochum
Dorstener Str. 151
45657 Recklinghausen
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Tel: 02361 563500
Fax: 02361 563598

 

Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. Dr. Harald Eufinger und Dr. Sebastian Hoefert

 

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 25. Januar 2010 um 00:38 Uhr